Kapitel II: Diagnose und erster Behandlungsversuch
Mit dem Ergebnis meiner Kernspintomographie erhielt ich nach einigen Wochen einen erneuten Termin beim Traumatologen, welcher vier Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule diagnostizierte, zwei alte zwischen den Halswirbeln zwei und drei und drei und vier, die bereits verknöchert wären und bis auf ihre Fehlstellung derzeit keinen weiteren Schaden anrichten würden. Die Bandscheibenfälle zwischen den Halswirbeln fünf und sechs und sechs und sieben seien frischer und würden durch ihre Fehlstellung Nervenbahnen einklemmen, was zu den Lähmungserscheinungen im rechten Arm führen würde. Als Therapie wurden mir zunächst verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen verordnet, allerdings mit der Anmerkung, dass diese womöglich keinen großen Effekt erzielen würden, aber es wäre erforderlich Schritt für Schritt vorzugehen- und dies war nun der erste Behandlungsschritt.
Über den Zeitraum von drei Monaten ging ich nun an jedem Wochentag zur Rehabilitation, erhielt Behandlungen mit Ultraschall, Strom und eine Magnetfeldtherapie.Die mir dort zugeteilte Ärztin verschrieb mir gleichzeitig das Medikament Lyrica, welches hervorragend gegen die Nervenschmerzen wirken sollte.
Mit der Zeit begann ich, unter starken Schmerzen zu leiden, die Tabletten bekämpften diese zwar einigermaßen, doch zeigten sie vehemente Nebenwirkungen: Eine immense Appetitsteigerung und starke Müdigkeit. Da ich zu der uneinsichtigen Sorte Mensch gehöre, die sich unverständlicherweise an ihrem Arbeitsplatz für unentbehrlich halten,kam eine Krankschreibung für mich nicht in Betracht, und da ich am Arbeitsplatz fit sein musste, habe ich die Medikamente zunächst in möglichst geringer Dosis eingenommen, um nicht zu schnell müde zu werden.
Die Schmerzen wurden stetig stärker und kurz vor Weihnachten, nach etwa dreimonatigen Anwendung der Rehabilitationsbehandlungen, ohne auch nur den geringsten Erfolg, hatte ich einen erneuten Termin beim Traumatologen, der als nächsten Behandlungsschritt eine “Risolisis” vorschlug.
Hallo, mein Name ist Melanie Winter, ich bin zweiundvierzig Jahre alt und ich möchte von meinen Erfahrungen im Verlauf der Diagnose verschiedener Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule bis hin zur erfolgreichen Operation berichten, in welcher mir zur Entlastung der Nervenbahnen zwei Bandscheibenprothesen eingesetzt worden sind. Mit diesem Erfahrungsbericht möchte ich allen, denen eine ähnliche Operation bevorsteht, Mut zusprechen..
Mittwoch, 11. Januar 2012
Kapitel I: Beschwerden und ein erster Arztbesuch
Kapitel I: Beschwerden und ein erster Arztbesuch
Im September 2010, kurz vor der Vollendung meines einundvierzigsten Lebensjahres, hatte ich von Zeit zu Zeit leichte Lähmungserscheinungen in meinem rechten Arm, eigentlich war es zunächst nur ein starkes Kribbeln an der Innenseite des Armes, das Gefühl, als ob dieser gleich einschlafen würde. Diese traten immer öfter auf, und nach etwa zwei oder drei Wochen stellte ich fest, dass drei meiner Finger ein Taubheitsgefühl aufwiesen, der Daumen, der Zeige- und der Mittelfinger. Zuerst empfand ich diesen Zustand nur als lästig, es waren ja keine starken Schmerzen und ich musste nur etwas mehr Konzentration aufbringen, um die Finger – beispielsweise beim Tippen an der Tastatur oder beim Tragen von Gegenständen- unter Kontrolle zu halten.
Je länger dieser Zustand anhielt, desto panischer wurde ich. Nun muss ich dazu erläutern, dass mein linker Arm durch eine Lähmung, die medizinisch als Erb Duchenne bezeichnet wird, fast vollständig ausfällt, was bedeutet, das ich mein gesamtes Leben mit dem rechten Arm bestreite und mir mit diesem natürlich auch meinen Lebensunterhalt verdiene- ich bin schlichtweg darauf angewiesen, dass er zu hundert Prozent funktioniert. Folglich war ich aufgrund der nicht nachlassenden Beschwerden zunehmend besorgt und beschloss daraufhin einen Arzt aufzusuchen. Aber was für einen Arzt? Ich vereinbarte einen Termin mit einem Traumatologen, hoffend, dass dieser mir helfen könne und darauf vertrauend, dass er mich anderenfalls an einen anderen Facharzt verweisen würde.
Nach siebenwöchiger Wartezeit gewährte mir der Traumatologe genau zwei Minuten seiner Aufmerksamkeit. Nach einer kurzen Schilderung meinerseits stellte er rasch fest, dass dies mit Sicherheit von der Halswirbelsäule herrühren würde. Ich solle einen Termin für Kernspintomographie vereinbaren und mit dem Ergebnis wiederkommen.
Im September 2010, kurz vor der Vollendung meines einundvierzigsten Lebensjahres, hatte ich von Zeit zu Zeit leichte Lähmungserscheinungen in meinem rechten Arm, eigentlich war es zunächst nur ein starkes Kribbeln an der Innenseite des Armes, das Gefühl, als ob dieser gleich einschlafen würde. Diese traten immer öfter auf, und nach etwa zwei oder drei Wochen stellte ich fest, dass drei meiner Finger ein Taubheitsgefühl aufwiesen, der Daumen, der Zeige- und der Mittelfinger. Zuerst empfand ich diesen Zustand nur als lästig, es waren ja keine starken Schmerzen und ich musste nur etwas mehr Konzentration aufbringen, um die Finger – beispielsweise beim Tippen an der Tastatur oder beim Tragen von Gegenständen- unter Kontrolle zu halten.
Je länger dieser Zustand anhielt, desto panischer wurde ich. Nun muss ich dazu erläutern, dass mein linker Arm durch eine Lähmung, die medizinisch als Erb Duchenne bezeichnet wird, fast vollständig ausfällt, was bedeutet, das ich mein gesamtes Leben mit dem rechten Arm bestreite und mir mit diesem natürlich auch meinen Lebensunterhalt verdiene- ich bin schlichtweg darauf angewiesen, dass er zu hundert Prozent funktioniert. Folglich war ich aufgrund der nicht nachlassenden Beschwerden zunehmend besorgt und beschloss daraufhin einen Arzt aufzusuchen. Aber was für einen Arzt? Ich vereinbarte einen Termin mit einem Traumatologen, hoffend, dass dieser mir helfen könne und darauf vertrauend, dass er mich anderenfalls an einen anderen Facharzt verweisen würde.
Nach siebenwöchiger Wartezeit gewährte mir der Traumatologe genau zwei Minuten seiner Aufmerksamkeit. Nach einer kurzen Schilderung meinerseits stellte er rasch fest, dass dies mit Sicherheit von der Halswirbelsäule herrühren würde. Ich solle einen Termin für Kernspintomographie vereinbaren und mit dem Ergebnis wiederkommen.
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